Feuerwehr Lörrach Feuerwehr Lörrach Feuerwehr Lörrach

Einsätze

Fehleinsatz   mehr ...
Fehleinsatz   mehr ...
Chemikalien/Gase   mehr ...
Amtshilfe   mehr ...
Chemikalien/Gase   mehr ...

Webcam Lörrach

Webcam der Stadt Lörrach

Wetterwarnung DWD

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Anmeldung

Nur für aktive Mitglieder der Feuerwehr Lörrach.

Der Zugang kann via Mail an das Webteam (Kontakt) beantragt werden.



Nächste Termine

  • 20.03. um 19:00 Uhr
    Lehrgang Atemschutzgeräteträger
  • 24.03. um 20:00 Uhr
    Abt. Lörrach Löschzug 3 Zugübung
  • 27.03. um 20:00 Uhr
    Abt. Lörrach Löschzug 1 Zugübung
  • 28.03. um 20:00 Uhr
    Fernmeldezug
  • 29.03. um 19:30 Uhr
    Abt. Hauingen Führungskräfte
  • Alle anzeigen...
Lehrgang im Feuerwehr-Übungshaus der LFS Bruchsal

Drei Lörracher Feuerwehrleute absolvierten erfolgreich den Lehrgang "Angriffstruppführer im Feuerwehr-Übungshaus" an der Landesfeuerwehrschule (LFS) in Bruchsal. Vermittelte Inhalte waren die Fähigkeiten und Grenzen der persönlichen Schutzausrüstung, verschiedene Löschtechniken sowie das Begehen und Absuchen von Brandräumen.

Bilder vom Lehrgang im Übungshaus der Landesfeuerwehrschule Bruchsal (Bilder: Stefan Schulz und Roland Beuschel, Feuerwehr Lörrach)

Zwischen dem 27. und 29.04.2009 nahmen die Kameraden Roland Beuschel und Stefan Schulz vom Löschzug 1 der Abteilung Lörrach sowie Matthias Puchtler der Abteilung Haagen an dem oben genannten Lehrgang teil. Das Feuerwehr-Übungshaus ist eine in Baden-Württemberg einmalige Einrichtung. Es ermöglicht den Feuerwehrleuten ein sehr realitätsnahes Training der im Einsatz überlebenswichtigen Techniken. Die verschiedenen Brandstellen werden durch Gasbrenner befeuert. Hochmoderne Elektronik ermöglicht ein maximales Maß an Sicherheit. Neben den für ein normales Haus typischen Räumen stehen auch Werkstatt- und Ladenräumlichkeiten für die Übungen zur Verfügung.

Die drei Feuerwehrleute reisten am Montagmorgen mit einem Mannschaftstransportwagen der Abteilung Lörrach an. Nach dem Beziehen der Zimmer und dem Mittagessen erfolgte der Transfer von der "alten" LFS zum Übungsgelände in einem Bruchsaler Gewerbegebiet. Hierzu standen den insgesamt 16 Lehrgangsteilnehmern aus allen Landesteilen drei LF 16/12 zur Verfügung.
Nach einer kurzen, theoretischen Unterrichtseinheit zum Thema persönliche Schutzausrüstung wurde zum ersten Mal ein Feuer im Übungshaus entfacht. Ziel dieser praktischen Einheit war die Wärmegewöhnung. Nach dem Ausziehen eines Handschuhs wurden durch positionieren der Hand in verschiedenen Raumhöhen die einzelnen Temperaturschichten in dem von einer brennenden Couch erhitzten Wohnzimmer deutlich. Im Verlauf der Übung stieg die Bodentemperatur von ca. 120 Grad Celsius auf nahezu 300 Grad Celsius, die Deckentemperatur überstieg am Ende die 500 Grad Celsius-Marke.

Am Dienstag standen zwei praktische Einheiten sowie eine imposante Demonstration von Rauchgas-Durchzündungen auf dem Stundenplan. Die erste Stunde wurde der Cheshire-Box gewidmet. Diese britische Erfindung ermöglicht die Simulation von Rauchgas-Durchzündungen und deren vorausgehenden Anzeichen. Diese Flash-Over werden im realen Feuerwehrleben durch neue Bauweisen immer häufiger. Für die folgenden Übungen wurden zwei Gruppen gebildet, was es ermöglichte die Ausbildungsstationen im Wechsel zu durchlaufen. Thema des ersten Aufgabenblockes war das Absuchen von verrauchten Brandräumen. Hierzu wurde eine Lagerhalle mit Nebelmaschinen komplett verraucht und Puppen, die gerettet werden sollten, darin platziert. Das Vorgehen erfolgte trupp-, also paarweise. Nachdem die Halle abgesucht wurde und alle Puppen gerettet waren, hatte jeder Trupp die Aufgabe den, von ihm abgesuchten Teil zu skizzieren und ihn anschließend im entrauchten Zustand zu betrachten.
Die zweite Lerneinheit behandelte das Öffnen von Brandräumen. Hierbei gilt es besondere Vorsicht walten zu lassen, da durch hohe Temperaturen im Inneren und die plötzliche Sauerstoffzufuhr eine Rauchgas-Durchzündung begünstigt wird.

Am dritten Tag wurden das Betreten von Kellerräumen und Brände in diesen Räumlichkeiten trainiert. Beim Hinabsteigen in einen von Feuer aufgeheizten Keller muss man sich zwangsläufig durch die wärmste Schicht im Raum, die sich direkt unter der Decke befindet, bewegen. Bei dieser Lerneinheit wurde auch die Treppe, auf der in den Keller vorgegangen wurde, teilweise in Brand versetzt. Im Keller angekommen, wurde das Löschen eines brennenden Gaszählers trainiert. Bei dieser besonderen Situation können die Flammen mit dem aus dem Strahlrohr austretenden Wasserkegel umhüllt werden. Ist dies geschehen, schließt der Truppführer das am Zähler befindliche Absperrorgan.
Wichtig ist es die Flammen nicht komplett zu löschen, bevor der Gaszufluss unterbrochen ist. Dies würde zum Ausströmen von unverbranntem Gas führen, was eine, unter Umständen erhebliche Explosionsgefahr darstellt. Am Ende des Lehrgangs wurden die benutzten Löschgruppenfahrzeuge gereinigt, deren Beladung auf Vollständigkeit kontrolliert und die Ausgabe der Lehrgangsbescheinigungen durchgeführt. Hierbei hatte jeder Lehrgangsteilnehmer die Gelegenheit den Ausbildern Feedback zu geben.

Ein besonderer Dank gilt den Arbeitgebern, die ihre Angestellten für solche Lehrgänge immer wieder freistellen und so das Fortbestehen einer freiwilligen Feuerwehr ermöglichen.

(Bericht von Stefan Schulz)