Feuerwehr Lörrach Feuerwehr Lörrach Feuerwehr Lörrach

Einsätze

Brandeinsatz   mehr ...
Fehleinsatz   mehr ...
Technische Hilfe   mehr ...
Chemikalien/Gase   mehr ...
Brandeinsatz   mehr ...

Webcam Lörrach

Webcam der Stadt Lörrach

Wetterwarnung DWD

© Deutscher Wetterdienst, Offenbach (DWD)

Anmeldung

Nur für aktive Mitglieder der Feuerwehr Lörrach.

Der Zugang kann via Mail an das Webteam (Kontakt) beantragt werden.



Nächste Termine

  • 26.06. um 20:00 Uhr
    Abt. Lörrach Löschzug 3 Zugübung
  • 27.06. um 20:00 Uhr
    Fernmeldezug
  • 28.06. um 19:30 Uhr
    Abt. Hauingen Führungskräfte
  • 03.07. um 20:00 Uhr
    Abt. Ausschuss Lörrach
  • 04.07. um 20:00 Uhr
    Abt. Lörrach Löschzug 4 Zugübung
  • Alle anzeigen...
Abschlußübung der Abteilung Lörrach 2011

Abschlußübung der Abteilung Lörrach 2011

hier geht´s zur Bildergalerie

31. Oktober 2011 Veröffentlicht in der gedruckten Ausgabe der Badischen Zeitung von: Paul Schleer

 

Das Lörracher Rathaus als Übungsobjekt

Großübung der Feuerwehrabteilung Lörrach und des DRK rund um das Rathaus / Unglücksannahme: Verpuffung in der Druckerei.

LÖRRACH. Voll in der Hand der Freiwilligen Feuerwehr Abteilung Lörrach war am Freitagabend die Innenstadt rund um das Rathaus bei der großen Jahresabschlussübung der Wehr. Schon das Anrücken des Großaugebotes mit Blaulicht und Martinshorn sorgte für großes Aufsehen. Unglücksort für die Übung, bei der auch das Deutsche Rote Kreuz mit vielen Kräften dabei war, war das Rathaus selbst.

Bereits eine Viertelstunde vor der Übung sperrten Beamte des Polizeireviers Lörrach die Luisenstraße bis zur Feldbergstraße und die Schwarzwaldstraße im Bereich des Busbahnhofs ab. Angenommen wurde eine Verpuffung chemischer Substanzen in der Rathausdruckerei im 2. Obergeschoss, wobei durch eine Druckwelle Personen verletzt wurden, die sich auf das Rathausvordach retten konnten, teils aber auch im Rathaus vermisst wurden. Durch die offenen Fenster hat sich das Feuer aufs 3. Obergeschoss ausgeweitet und dieses stark verraucht, dann zog der Rauch bis zum 5. Obergeschoss hoch. Zum Zeitpunkt der Verpuffung hatten sich rund 20 Personen im Rathaus aufgehalten, die gerettet werden mussten. Zum Glück konnte das Fluchttreppenhaus rauchfrei gehalten werden.

Punkt 19 Uhr löste Hausmeister Günter Kainz über die Brandmeldeanlage des Rathauses den Feueralarm aus. Sofort rückten der diensthabende Löschzug 2 und der Löschzug Tumringen aus. Hinzugezogen wurden das Deutsche Rote Kreuz und die Schnelleinsatzgruppe. Wegen der Höhe des Rathauses und der vermissten Personen wurden der Löschzug Stetten und der Löschzug 1 nachalarmiert. Vor vielen Zuschauern rollte dann eine Übung ab, wie sie nicht alle Tage zu sehen ist. Die Einsatzleitung hatte der Lörracher Abteilungskommandant Martin Künstle, der auch das Konzept der Übung entwickelt hatte. Fachbereichsleiter Jürgen Nef, er ist zuständig für die Feuerwehr, der stellvertretende Stadtbrandmeister Horst Simon, der Hauinger Abteilungskommandant Wolfgang Huber, Lörrachs Polizeichef Wolfgang Grethler und DRK-Bereitschaftsleiter Martin Kohlmann beobachteten die Übung.

Sofort wurde die Menschenrettung im 2. Obergeschoss über das Rathausvordach mit der Drehleiter und vom 3. bis 5. Obergeschoss über das Fluchttreppenhaus eingeleitet. Zugleich erfolgte die Brandbekämpfung über die Drehleiter und mit einem Innenangriff in Verbindung mit dem Befüllen der Steigleitung im Fluchttreppenhaus. Zum Einsatz kamen auch die Atemschutzgruppe und weitere Einsatzkräfte im Bereich der Rathaustiefgarage. Zu den nachrückenden Einheiten gehörte der Kader der Einsatzleitung in der Schwarzwaldstraße und weitere Löschfahrzeuge in der Luisenstraße.

Das Rote Kreuz hatte 32 Einsatzkräfte vor Ort. Der stellvertretende Kreisbereitschaftsleiter Knut Nabbefeld und der Leitende Notarzt Walter Heindl leiteten den Einsatz der drei Rettungswagen mit je zwei hauptberuflichen DRK-Mitarbeitern, der ehrenamtlichen Schnelleinsatzgruppe des DRK-Kreisverbandes Lörrach, der ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer des DRK-Ortsvereins Lörrach und Ortsteile und ihres Einsatzleitfahrzeuges, der Ehrenamtlichen der DRK-Bereitschaft Maulburg mit der Gruppe "Technik und Sicherheit" sowie des Gerätewagens Sanitätsdienst des DRK-Ortsvereins Schopfheim. Hauptaufgabe des DRK war die Übernahme der Verletzten von der Feuerwehr, Erstversorgung und Betreuung im Sanitätszelt neben dem Busbahnhof sowie der Abtransport in die Kliniken.

Abteilungskommandant Martin Künstle zeigte sich der Großübung sehr zufrieden, doch ergäben sich Verbesserungsmöglichkeiten für den Ernstfall, vor allem beim Atemschutzgerät. Zum Glück habe man diese Notlage noch nie in Lörrach gehabt, meinte der Einsatzleiter, denn der Personalbedarf sei groß. Für Polizeirevierchef Wolfgang Grethler ist die Vertrautheit der Polizei mit der Wehr für alle Einsatzlagen wichtig.