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Rettung aus der Unterwelt

Foto: Thomas Loisl Mink / Badische Zeitung

Eine außergewöhnliche Übung haben Feuerwehr und Rotes Kreuz (DRK) am Montagabend in Stetten absolviert. Zwei Personen mussten aus einem Kanal zwischen Riehenstraße und Wiese geborgen werden, was auch deswegen besonders aufwendig war, weil bei einer Person schwere Verletzungen angenommen wurden und sie deswegen nur liegend transportiert werden konnte.

Kein Rauch, kein Brand und das Übungsgeschehen spielte sich größtenteils im Untergrund ab: Übungsort war ein Kanal, der dazu dient, bei starkem Regen das Abwassersystem zu entlasten. Bei heftigen Regenfällen läuft das Wasser zunächst in Regenüberlaufbecken. Wenn diese voll sind, wird das Wasser über solche Kanäle direkt in die Wiese geleitet. In diesem Kanal, so die Übungsannahme, befanden sich nun zwei verletzte Personen, die geborgen werden mussten. Die eine Person hatte ein gebrochenes Bein und war ansprechbar. Sie konnte aus dem Kanal über den Schacht in der Riehenstraße geborgen werden. Bei der zweiten Person war die Übungsannahme schlimmer: Sie war nicht ansprechbar und hatte eine Wirbelsäulenverletzung, weshalb sie nur liegend transportiert werden konnte. Daher musste der Verletzte durch den Kanal gut 500 Meter weit bis zum Auslauf an der Wiese transportiert und dort geborgen werden. Das war deswegen besonders schwierig, weil der Kanal zwar zwei Meter hoch ist, aber Frischwasser- und Abwasserleitungen darin verlaufen, weshalb man im Kanal nur gebückt gehen kann. "Die Übungsannahme ist nicht unrealistisch, unsere Leute sind häufig zur Kontrolle in den Kanälen unterwegs", stellte Bürgermeister Michael Wilke fest, der die Übung verfolgte. Und weil im Kanal immer eine Restfeuchtigkeit und etwas Schlamm am Boden ist, kann es durchaus sein, dass jemand stürzt und sich etwas bricht. Aus Sicherheitsgründen sind deswegen immer zwei Personen im Kanal unterwegs, während eine dritte draußen bleibt.
Im Ernstfall von der Wiese her

Die Feuerwehr Lörrach, die wusste, dass eine Übung stattfand, aber nicht welcher Art, rückte mit den Löschzügen eins und drei und der Absturzsicherungsgruppe an. Etwa 60 Feuerwehrleute mit acht Fahrzeugen waren unter der Leitung des stellvertretenden Stadtbrandmeisters Stephan Schepperle im Einsatz, zudem zwölf Mitarbeiter des Roten Kreuzes. Die meiste Arbeit hatte die Absturzsicherungsgruppe, die den Abstieg in den Kanal vorbereitete und ausführte, wobei es vom Schacht in der Riehenstraße über versetzte Ebenen drei Stockwerke tief nach unten ging. Rettungskräfte mussten angeleint und gesichert werden, Licht musste in den Kanal gebracht werden, schließlich die Rettungsliegen des DRK. Eine diffizile Angelegenheit, die einige Zeit in Anspruch nahm. "Hauswände anspritzen, das kriegen wir hin. Aber zu schauen, ob in solch einem Fall alles funktioniert und ob wir die Materialien zur Verfügung haben, die wir dafür brauchen, das ist der Sinn einer derartigen Übung", erklärte der stellvertretende Stadtbrandmeister Horst Simon. Tätigkeiten wie Abseilen werden laufend geübt, aber eine Schachtrettung war für die meisten Feuerwehrleute neu. Vor Ort waren auch Mitarbeiter des Abwasserbetriebs, denn völlig ungefährlich ist der Aufenthalt im Kanal nicht, zumal es während der Übung leicht zu regnen anfing. Per Laptop kontrollierte ein Mitarbeiter die Wassermenge, die ins Kanalsystem floss. Es war immer nur so viel, wie auch abfließen konnte. Wäre das Regenüberlaufbecken zur Hälfte vollgelaufen, hätte die Übung sofort abgebrochen werden müssen, weil die Gefahr bestanden hätte, dass der Kanal im weiteren Verlauf überflutet wird. "Es hat alles super funktioniert, wir hatten die Leute in relativ kurzer Zeit draußen. Im Ernstfall würde das noch schneller gehen, weil wir bei der Übung auf doppelte Sicherheit achten", bilanzierte Stadtbrandmeister Jürgen Schernhammer. Weil der Schacht recht eng ist, dauert alles seine Zeit, bei der Übung waren es etwa eineinhalb Stunden. Die Rettung durch den Kanal ging wesentlich schneller als gedacht, so Schernhammer. Im Ernstfall würde man daher unten an der Wiese einsteigen und hoch gehen und nicht alles Material durch den Schacht nach unten transportieren. Nur die Erstversorgung und der Notarzt kämen dann durch den näher gelegenen Schacht.

 

Quelle: Bericht aus der Badischen Zeitung v. 10.10.2012