Übung am Kreiskrankenhaus Lörrach

Brände in größeren Objekten wie Krankenhäuser, Alten- und Pflegeheimen, sowie Einrichtungen für Behinderte stellen Feuerwehren im Ernstfall, trotz großer Maßnahmen im vorbeugenden Brandschutz, vor große Herausforderungen und Anstrengungen. Dieses insbesondere durch die Vielzahl der in den Gebäuden untergebrachten Personen, oftmals mit Erschwerlichkeiten wie eingeschränkter Mobilität oder Gehbehinderung, sowie aufgrund der Dimensionen solcher Gebäude.

Nach der letztjährigen Abschlußübung der Abteilung Lörrach an der Seniorenresidenz am Engelplatz, wurde auch für 2019 ein solches Szenario als Schwerpunkt in die Ausbildung mit aufgenommen.

Übungsszenario war die Annahme eines Brandausbruches durch unsachgemäß durchgeführte Reparaturarbeiten in der Hackschnitzel-Heizungsanlage im Keller. In dessen Folge kam es zu einer Verpuffung. Infolge defekter und nicht schließender Klappen in der Lüftungsanlage gelangten giftige Rauchgase im Bettenhaus 4 ins 3. und 4. Obergeschoß und breiteten sich dort aus. Vom Rauch eingeschlossene Patienten und Mitarbeiter, gemimt durch Mitglieder der Jugendfeuerwehr und des THW, machten sich an Fenstern bemerkbar oder flüchteten auf Terrassen.

Alarmiert durch die installierte automatische Brandmeldeanlage des Kreiskrankenhauses (KKH), rückte zunächst ein Standard-Löschzug der Feuerwehr an. Nach einer ersten Lageerkundung wurde die nächst-höhere Alarmstufe ausgelöst und weitere Kräfte nachgefordert.
Unter der Einsatzleitung des Abteilungskommandanten Klaus Betting wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet. Einsatzabschnittsleiter waren Abschnittsleiter waren die Zugführer Andreas Rogler und Andreas Klein.
Dem Einsatzabschnitt "Haupteingang" oblag die Aufgabe Menschenrettung vom Rauch eingeschlossener Personen im Bettenhaus 4, sowie die Brandbekämpfung in der Heizungsanlage im Untergeschoß. Beides unter schwerem Atemschutz.
Dem Einsatzabschnitt "Gewerbekanal" oblag die Aufgabe der Sicherstellung einer zusätzlichen Wasserversorgung vom Gewerbekanal, sowie die Menschenrettung über den zweiten Rettungsweg mit Hilfe der Drehleiter.

Die Freiwillige Feuerwehr Lörrach, Abteilung Lörrach, sowie der Fernmeldezug des Landkreises waren mit 10 Fahrzeugen und ca. 60 Einsatzkräften beteiligt.
Unterstützt wurde die Feuerwehr durch das DRK, Ortsverein Lörrach mit 3 Fahrzeugen und 10 Einsatzkräften. Die geretteten Personen wurden in zwei Patientenablagen der jeweiligen Einsatzabschnitte gesichtet, behandelt und wären im Ernstfall bspw. von hier aus koordiniert in weitere umliegende Kliniken verlegt worden.
THW-Fachberater Nico Lang stand der Einsatzleitung beratend zur Seite.

Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Arbeit der Feuerwehrmänner und -frauen und aufmerksam.

In der anschließenden Übungsnachbesprechung dankten Feuerwehrkommandant und Übungsbeobachter Manuel Müller, sowie Abteilungskommandant Klaus Betting der Klinikverwaltung zur Möglichkeit zur Durchführung der Übung, sowie allen involvierten Kräften und insbesondere der Übungsvorbereitung durch Andreas Kaiser, Andreas Rogler, Matthias Spinner und Dominik Bürgin.
Ein besonderer Dank galt ebenso den anwesenden Vertretern des KKH, insbesondere der Haustechnik mit Frau Weber, Herrn Hess und Herrn Feist.

Nach Abschluß wurde die gemeinsame Leistung bei sommerlichen Temperaturen durch gemeinsames Grillen auf der Feuerwache belohnt.

 

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